Alle an Bord

Auf Kurs für Familien

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“ (Antoine de Saint-Exupery)

 

Familiäre Lebenswelten und das Zusammenleben in Familie verändert sich und stellt die kommunale Familienpolitik vor neue Herausforderungen. In Thüringen begegnet man dieser seit 2015, unter anderem, mit der Umsetzung, Etablierung und dem Ausbau der Thüringer Eltern-Kind-Zentren (ThEKiZ). Diese Kindertageseinrichtung mit einer ausgeprägter Familien- und Sozialraumorientierung richten sich zielgerichtete an individuelle familiärer Bedarfslagen. Sie fokussieren dabei den Aufbau einer vertrauensvolle Beziehung zu Kindern und ihren Familien und etablieren niederschwellige und nicht stigmatisierende Zugänge zu Unterstützungsangeboten. Die ThEKiZ leisten durch die Bereitstellung bedarfsorientierter, niedrigschwelliger Familienbildungs- und Familienförderungsangebote aktive Präventionsarbeit.

Mit der Etablierung integrierter Angebotsstrukturen im familiären Nahraum, bieten sich Möglichkeiten Eltern und ihre Kinder von Beginn an optimal zu begleiten, elterliche Kompetenzen zu stärken und dadurch die familiäre Lebensqualität zu steigern. Die sozialräumliche Ausrichtung von integrierten Angebotsstrukturen stellt neue Ansprüche an die Leistungserbringer – Fachressorts, Träger, Einrichtungen und die an der Zielgruppe arbeitenden Teams.

ThEKiZ entwickeln und gestalten aktivierende Impulse im Gemeinwesen. Somit wird bewusst eine institutionelle Öffnung in den Sozialraum gestaltet und bestehenden sowie neue Angebote in lokale Strukturen eingebettet. Hieraus soll ein sozialraumorientiertes Gesamtkonzept entstehen, welches das Gemeinwesen bereichert. Die Etablierung ganzheitlicher Förder- und Hilfsangebote für Familien wird als wesentliche Aufgabe von Eltern-Kind-Zentren verstanden. Hierfür ist eine hohe Beteiligungsbereitschaft der Eltern grundlegend. Die Potentiale der Eltern werden in die Angebotsentwicklung einbezogen. Sie binden bestehende Ehrenamtsstrukturen und Kooperationen systematisch ein und bauen diese aus.

Eine zentrale Fragestellung hierbei ist:

  • Wie gelungene Modelle erfolgreich in die eigene Praxis übertragen werden können?
  • Wie können die vorhanden Ressourcen bestmöglich eingesetzt werden, um die intendierte Wirkung bei der Zielgruppe zu entfalten?
  • Welche Formen der Steuerung, welche Zugänge oder welche bestehenden institutionellen Rahmungen haben sich bewährt?

Der Fachtag will Impulse setzen, Einblick in gelungene Praxis geben und Anregungen für die (Weiter-)Entwicklung eigener kommunaler Ansätze (vor Ort) bieten.

Wir laden Sie ein, sich gemeinsam mit unterschiedlichsten Akteuren aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und aus Einrichtungen auf offene See zu begeben, abgeschlossene Passagen zu reflektieren, neue Inseln zu entdecken, in den Austausch mit anderen Mannschaften zu gehen und Möglichkeiten für Ihre Kursausrichtung zu diskutieren.

Zielgruppe des Fachtages sind:

  • Entscheidungsträger aus Politik Verwaltung und bei Trägern
  • Planungsverantwortliche auf Verwaltungsebene für die Bereiche Familie, Gesundheit, Bildung, Soziales, Integration
  • Fachberatungen aus dem Bereich Familie, Gesundheit, Bildung, Soziales, Integration
  • Einrichtungsleitungen und KoordinatorInnen