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Die Koordinations- und Servicestelle Thüringer Eltern-Kind-Zentren des Freistaates Thüringen veranstaltete in Kooperation mit dem Felsenweg-Institut aus Dresden einen gelungenen Landesfachtag „Thüringer-Eltern-Kind-Zentren (ThEKiZ)“ – „Alle an Bord – Auf Kurs für Familien“

Am Donnerstag, den 7. Juni 2018 erlebten mehr als 100 Teilnehmende in einem besonderen Ambiente im Forum Seebach der Marie Seebach Stiftung in Weimar einen Landesfachtag zum Thema Thüringer Eltern-Kind-Zentren.

Forum Seebach der Marie Seebach Stiftung in Weimar „Deutschlands einziges Altenheim für Bühnenkünstler wurde vor über 100 Jahren von einer Schauspielerin geschaffen. Ein Künstlerhaus, das Lebensgeschichte birgt wie kostbare Schätze und gleichzeitig Historie und Gegenwart in einem ganz besonderen Flair verbindet. Kultur und Wohnen gehen hier eine ganz besondere Beziehung ein. Im Laufe Ihres Lebens haben Sie einen Lebensstil mit viel Kultur gepflegt. Lassen Sie sich von der Einmaligkeit und dem gewissen Etwas inspirieren“ 

Inhaltlich befasste sich die Veranstaltung, ausgehend von den Erfahrungen der Thüringer Eltern Kind-Zentren (ThEKiZ) und verwandter Beispiele aus dem Bundesgebiet, mit den Chancen und Möglichkeiten integrierter Anlaufstellen für Kinder und deren Familien in ihrem direkten Lebensumfeld. Es ging um die Frage, wie sozialräumliche Knotenpunkte den Zugang zu besonders schwer erreichbaren Zielgruppen erhöhen und wie kommunale Ressourcen bestmöglich gebündelt werden können.

Die Atmosphäre des Hauses aufgreifend wurden die Teilnehmenden mit Musik empfangen  – „Am Schifferklavier…“

Grußbotschaften „SCHIFF AHOI“

Der Fachtag wurde mit einem Grußwort der Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (DIE LINKE) eröffnet. Da sie nicht persönlich zum Fachtag kommen konnte, wandte Sie sich mit einer Video Grußbotschaft an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fachtages. Die Ministerin bedankte sich bei den Pädagoginnen und Pädagogen der Eltern-Kind-Zentren und den beteiligten Akteuren der Träger und Kommunen: „Es ist mir sehr wichtig, allen Erzieherinnen und Erziehern dafür zu danken, dass die Thüringer Eltern-Kind-Zentren zu einem Erfolg geworden sind. Wir wollen das ThEKiZ-Programm nun in das neue Landesprogramm einfließen lassen. Die Philosophie ist ja faktisch die gleiche. Wir wollen ganzheitlich schauen, welche Bedarfe Familien haben. Daher glaube ich, dass die Thüringer Eltern-Kind-Zentren ein wichtiger Bestandteil des Landesprogramms und zukunftsweisend sein werden.“

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Eine weitere Video Grußbotschaft kam von Daniela Kobelt Neuhaus. Die Präsidentin des Bundesverbandes der Familienzentren (BVdFZ) begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und äußerte sich erfreut über die positive Entwicklung der Eltern-Kind-Zentren in Thüringen. Dabei machte Sie noch einmal deutlich, welche positiven Effekte die ThEKiZ durch frühe und passgenaue Unterstützung und Begleitung für Familien haben. Außerdem ermunterte sie die Eltern-Kind-Zentren sich dem Landesverband der Familienzentren anzuschließen.

Ein persönliches Grußwort kam von der Jugendamtsleiterin Frau Bauer des Amtes für Familie und Soziales aus Weimar. Frau Bauer konstatierte welche positiven Effekte durch die ThEKiZ für die Kinder- und Jugendhilfe und die Stadt Weimar entstehen. Durch die Kindertageseinrichtungen hat das Jugendamt einen direkten und positiven Zugang zu den Familien der Kindertageseinrichtung und im Sozialraum, um bedarfsgerecht zu planen und zu agieren. Das ThEKiZ in Schöndorf (Kita Waldstadt) ist bereits seit 2011 ein Eltern-Kind-Zentrum und unglaublich wichtig für den herausfordernden Sozialraum in Schöndorf. Mit einem neuen Standort in Weimar West verfolgt die Stadt dieses Ziel ebenfalls an einem herausfordernden Standort.

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Impulsvortrag  „Seine Welle finden“ – Sich bewegen, um etwas zu bewegen.

Der Fachtag stand ganz unter dem maritimen Motto „Alle an Bord – Auf Kurs für Familien“. Mit dem Impulsvortrag von Timo Sternemann, Kite-Surfer, Unternehmer und Coach wurden die Teilnehmer*innen „mit auf die Welle genommen“. Mit „Bildern“ des Sport-Surfens und unter der Überschrift „Sich bewegen, um etwas zu bewegen“ zeigte er mit Metaphern des Surfens wie Veränderungsprozessen begegnet werden kann.

Fachvortrag: „Kompass neu ausrichten“ – Veränderungsprozesse Ebenen übergreifend steuern, Sozialraumorientierung in der Praxis

Danach ging es mit einem Fachvortrag von Günter Refle, dem Institutsleiter des Felsenweg-Instituts, zum Thema Sozialraumorientierung in der Praxis weiter. Herr Refle veranschaulichte in seinem Vortrag ausgehend vom „Präventionsdilemma“ wie ein neues Ebenen übergreifendes Miteinander für die Praxis wirken kann.

Ankerplätze

Das Ziel des Fachtages war es den Austausch zwischen bereits aktiven und interessierten Standorten zu fördern und Entwicklungsmöglichkeiten anhand konkreter Praxiserfahrungen zu diskutieren. In einem Zeitraum von ca. zwei Stunden stellten sich Eltern-Kind-Zentren aus Thüringen und dem Bundesgebiet vor. Hier berichteten Akteure aus Thüringen und dem Bundesgebiet über ihre Arbeit, Herausforderungen und zurückgelegte Wegstrecken. Jeder dieser Ankerplätze stand zudem unter einem thematischen Schwerpunkt.

Ankerplatz 1

Im Flottenverbund segeln – ThEKiZ verbunden im Quartier

„Kindergarten Waldstadt“ (Weimar)
ThEKiZ im Verbund mit Quartiersmanagement und Bürgerhaus
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Ankerplatz 2

Weiter als das Auge reicht – ThEKiZ im ländlichen Raum

Kita „Spatzennest“ (Berlstedt)
ThEKiZ im ländlichen Raum
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Ankerplatz 3

Die richtigen Winde finden – Early Excellence – ein dialogischer Ansatz mit gesellschaftlicher Herausforderung

Kita „Rosa Luxemburg“ (Bad Langensalza)
TheKiZ in Verbindung mit EEC und Kita+
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Ankerplatz 4

Alle an Bord – Ein inklusives ThEKiZ für alle Kinder und Familien

„Integration- und Kinderzentrum“ (Ilmenau )
Ein inklusives ThEKiZ für alle Kinder und Ihre Familien
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Ankerplatz 5

Die See (er-)kennen – Einbindung in gelebte Stadtteilarbeit und Familiennetzwerk

ThEKiZ „Anne Frank“ (Jena)
TheKiZ mit Einbettung in gelebte Stadtteilarbeit und ein Familiennetzwerk
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Ankerplatz 6

Auf allen Decks dasselbe Ziel – Ebenenübergreifende Zusammenarbeit

Landratsamt Kyffhäuserkreis (Modellkommune Landesprogramm Familie)
ThEKiZ eingebunden in das Landesprogramm für Solidarisches Zusammenleben der Generationen (LSZ)
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Ankerplatz 7

Strömungen lesen und reagieren – Zielgruppenzugang durch Medienarbeit und Kreativität

Kita „Käte Duncker“ (Greiz)
ThEKiZ mit dem Schwerpunkt Medienarbeit
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Ankerplatz 8

Schiff mit klarem Auftrag – Sozialraumorientierung als Pflichtprofil des Trägers

 

# Ausgefallen #

Ankerplatz 9

Gekonnt Netze auslegen – Niederschwellige Integrierte Unterstützung vor Ort

Kita Regenbogen mit Eltern-Kind-Zentrum (Hamburg)
Kita mit Eltern-Kind-Zentrum (EKiZ) - Schwerpunkt Vernetzung im Stadtteil zur Stärkung der elterlichen Kompetenzen
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Ankerplatz 10

Missionen planen und finanzieren – Kommunale Initiative zum Aufbau integrierter Angebotsstrukturen für Familien

Jugendamt Abt. Kindertagesstätten (Mülheim a.d. Ruhr)
Kommunale Initiative zum Aufbau integrierter Angebotsstrukturen für Familien
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Ankerplatz 11

Mit Kompass & Sextant – Zentrale Handlungsfelder für integrierte Anlaufstellen für Familien im Sozialraum

Geschäftsstelle „GaBi-Ganzheitliche Bildung im Sozialraum“ (Dresden)
Angebote zur Unterstützung in den nötigen Handlungsfeldern zum Auf- und Ausbau integrierter Anlaufstellen für Familien im Sozialraum
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Ankerplatz 12

Vom Peilen und Steuern – Erfahrungen aus den Sächsichen Eltern-Kind-Zentren

Projektleitung EKiZ-Sachsen (Dresden)
Sächsisches Modellprojekt zur Weiterentwicklung von 31 Einrichtungen zu Eltern-Kind-Zentren
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Podiumsgespräch – „PASSAGEN MEISTERN“

Wie die notwendigen Passage gemeistert werden können, diskutierten danach die Staatssekretärin Ines Feierabend, Prof. Dr. Michaela Rißmann, Jugendamtsleiterin Doreen Bauer, Günter Refle, die ThEKiZ-Leiterin Beanke Juch und Timo Sternemann. Im Zentrum des Gesprächs stand ein Rückblick auf die letzten Jahre und eine Blick in die Zukunft der Eltern-Kind-Zentren in Thüringen und Deutschland.

v. l. n. r. Kitaleiterin der Kita „Kleine Entdecker“ in Nordthüringen und Prozessbegleiterin Beanke Juch; Staatssekretärin des TMASGFF, Ines Feierabend, Leiterin des Amtes für Familie und Soziales in Weimar, Doreen Bauer; Moderatorin und Koordinations- und Servicestelle ThEKiZ, Jeannette Mardicke; Studiendekanin und Professorin der Fachhochschule Erfurt Prof. Dr. Michaela Rißmann; Unternehmer, Kitsurfer und Coach Timo Sternemann; Institutsleiter des Felsenweg-Institutes Dresden, Coach und Berater, Guenter Refle

Dialog- Werkstätten – „ALLE AN DECK“-Lagebesprechung

In den Dialog-Werkstätten wurden Themen der Teilnehmenden aus dem bisherigen Veranstaltungsverlauf aufgenommen und an mehreren Stationen weiter bearbeitet.

Bis zum Abschluss der Ankerplatzphase konnten alle Teilnehmenden Anregungen, Fragestellungen, Impulse formulieren. Diese wurden dann durch ein Cluster-Verfahren zu drei Themenstationen verdichtet. Zielstellung der moderierten Stationen war es, zentrale Handlungsfelder, Lösungsansätze und Herausforderungen in den jeweiligen Themenfeldern zu diskutieren und ins Wort zu heben.

THEMENTISCH „MANSCHAFT“ – ROLLENKLÄRUNG IM TEAM

THEMENTISCH „KAPITÄN“ – LEITEN & ORIENTIEREN

THEMENTISCH „STEUERN“ – RICHTUNG HALTEN

DOWNLOADS

Hier können Sie nochmals den Flyer zur Veranstaltung und die Dokumentation als pdf herunterladen.

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